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Die Impfung ist da

Eine Impfung gegen COVID – 19 trägt zum individuellen Schutz und der Eindämmung der Pandemie bei. Effektive und sichere Impfungen können einen entschiedenen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und werden es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID – 19 Erkrankungen sehr stark reduziert. In unserem aktuellen Beitrag “Vor Covid geschützt – Für mich! Für dich! Für uns!” klären wir über das aktuelle Thema auf.

Angst vor Covid-19-Impfung

Die Arbeit der Pflegekräfte ob auf der Intensivstation, im Krankenhaus, im ambulanten Bereichen oder der Altenpflege ist ohnehin hart genug und durch aktuelle Corona Lage fast am Limit. Niemand hat sich in der Pandemie mehr verausgabt als diese Berufsgruppe – keine Kurzarbeit, kein Homeoffice, keine symptomlose Quarantäne. Nun zweifeln viele von den Pflegekräften an der Covid-19-Impfung und haben davor eine große Angst.

Die Entwicklung für eine wirksame Impfung gegen Covid-19 ist weltweit auf dem Endspurt. Die ersten Lieferungen gehen in erster Linie vor allem an Mitarbeiter im Gesundheitswesen und an Risikopersonen. Ausgerechnet die Pflegekräfte, die sich jeden Tag mit Pflege und Medizin befassen, müssen doch wissen, wie eine Impfung wirkt. Doch die Impfbereitschaft lässt zu wünschen übrig.

Aus vielen Umfragen, Medien und aktuellen Erstimpfzahlen geht hervor, dass höchstens jeder zweite Mitarbeiter im Gesundheitswesen sich gegenüber einer Covid-19-Impfung impfbereit zeigt.

Folgende Gründe verunsichern die Mitarbeiter

  • fehlende Erfahrung und Mangel an Langzeitstudien mit dem mRNA-Impfstoff
  • die Wirksamkeit wird als zu unsicher beurteilt
  • keine ausreichende Erfahrung zu den möglichen Nebenwirkungen
  • schlechte Erfahrung mit der bereits in den letzten Jahren gemachten Grippeimpfung
  • Angst auszufallen und nicht für die Familie und Kinder da zu sein
  • persönliche Erkrankungsbilder, die die Impfung eventuell begünstigen könnte
  • letztendlich Angst vor der Spritze

Was spricht für eine Corona-Impfung?

Für eine Impfung spricht, dass sie zum einen Schutz vor schweren Corona-Krankheitsverläufen bietet. Zum anderen trägt sie zur Eindämmung der Pandemie bei. So soll der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge der Effekt der Herdenimmunität einsetzen, wenn sich rund 70 Prozent der Bevölkerung für eine Impfung entscheiden. Da das Virus auch durch asymptomatische Personen übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet sich SARS-CoV-2 schnell aus. Das Robert Koch-Institut (RKI) als Bundesinstitut für Infektions-krankheiten und nicht übertragbare Krankheiten spricht sich für eine Impfung aus: „Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer Covid-19 Erkrankungen sehr stark reduziert“.

Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. Zwar ist derzeit noch unklar, ob man mit dieser Impfung auch eine Übertragung auf Ungeimpfte verhindern kann, dennoch bietet die Impfung laut dem Robert-Koch-Institut einen sehr guten individuellen Schutz vor der Erkrankung.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Das Entscheidende ist…

bei der hohen Zahl an Pflegekräften, die sich nicht impfen lassen wollen, muss zwischen zwei Gruppen unterschieden werden:
1) Personen, welche noch offene Fragen haben und Unsicherheit aufweisen
2) Personen, welche Impfungen generell ablehnen

Ca. 75% der Bevölkerung gehören bei der Frage Corona-Impfung zu der ersten Personengruppe. Wie beantwortet man offene Fragen? Indem man diese offen stellt und dazugehörigen Themen anspricht. Eine große Rolle dabei spielt eine interne Kommunikation der jeweiligen Gesundheits-/Pflegeeinrichtung. Die Entscheidungsträger und die jeweilige Einrichtungsleitung soll eine offene Kommunikation des Betriebes unterstützen, pflegen und mit eigenem Beispiel vorangehen. Nur so können die Fragen gemeinsam diskutiert und beantwortet werden und die Mitarbeiter bekommen die Möglichkeit einer unterstützenden Aufklärung. Nicht selten trägt bereits eine überzeugende Antwort eines/er Teamkollegen/innen zur eigenen Entscheidungsfindung bei.

Aufklärung ist wichtig

Sogar RKI stützt im eigenen Aufklärungsmaterial „Gelegenheit eines Aufklärungsgesprächs“ darauf,  dass  für  die  zu  impfende  Person  die  Gelegenheit  zu  einem  Aufklärungsgespräch  mit  einem  Arzt oder einer Ärztin vor Ort besteht. Wichtig – ohne Zwang und ohne Nachdruck. Denn nur so bekommen Pflegefachpersonen die Impfung, wenn sie wollen, zum Selbstschutz. Sie müssen nicht mehr in Isolation, stellen so die Gesundheitsversorgung sicher und haben möglicherweise ein kleineres Risiko, andere anzustecken.

Unter dem Strich: es gilt, die individuellen Entscheide des Personals zu respektieren.  Es reicht nicht aus, dass sich einzelne Bevölkerungsgruppen impfen lassen, um die Fallzahlen zu reduzieren. Gefordert ist die gesamte Gesellschaft, wenn es darum geht, die Pandemie einzudämmen. Alle seien gefordert, nicht nur die Pflege.

Und wir sind uns einig: nur mit der Impfung lässt sich die Pandemie beenden.

Aktuelle Covid-Informationen für Niedersachsen: https://www.nlga.niedersachsen.de/startseite/